Was lange währt, wird schrittweise gut – ÖPNV an der Domäne

Hier an der Remise soll die Wendeschleife und Haltestelle für die Busse hin.
Der Kulturcampus auf der Domäne Marienburg liegt direkt dahinter.

Dieser Feldweg soll für den motorisierten Verkehr ausgebaut werden, sodass Busse, PKW und der Lieferverkehr hierüber zur Domäne fahren können.

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Seit Jahren ist die ÖPNV-Anbindung der Domäne Marienburg und damit des Kulturcampus ein Manko in der Infrastruktur rund um die Uni. Gleichzeitig gibt es hier sogar das Potenzial für eine einer Großstadt würdige Erschließung mit der geplanten Reaktivierung des Bahnhaltes Marienburg – vorausgesetzt, es gibt eine direkte Verbindung nach Hannover, beispielsweise über eine Erweiterung der S-Bahn in Richtung Hildesheimer Südkreis. Angesichts der angestrebten Aufnahme des Betriebs bis 2030, also in 10 Jahren, kann man die Hoffnung haben, dass das auch erfolgen wird. Soweit es möglich ist, wird sich das für Mobilität zuständige Referat auch dafür einsetzen. Schließlich würde eine S-Bahnverbindung über den Hauptbahnhof hinaus auch den Ostbahnhof anfahren und damit den verschiedenen Campus auf der Marienburger Höhe ebenfalls nützen.

In der Gegenwart können wir uns aber über die nahende Verbesserung der Busanbindung der Domäne freuen. So ist für das Jahr 2021 endlich die Haltestelle samt Wendeschleife für die Unilinie 10 direkt am Kulturcampus geplant. Damit geht auch eine neue Zufahrt für den motorisierten Verkehr einher, der nicht mehr über die Domänenstraße, sondern wie der Bus über eine neue Straße zur Domäne fahren soll. Die bisherige Zufahrt über die Allee wird dann nur noch für Rad- und Fußverkehr nutzbar sein. Durch das direkte Halten wird der Weg zum Bus zwar im Laufe des kommenden Jahres kürzer werden. Damit wird der Busverkehr besonders für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, wozu gerade an der Domäne nicht nur Menschen im Rollstuhl, sondern zum Beispiel auch mit Musikinstrumenten zählen, attraktiver. Letztlich muss aber die vom Verkehrsausschuss des StuPa dem SVHI gegenüber erbetene Anpassung der Abfahrtszeit an die Kurszeiten erfolgen. Entgegen unserer Ankündigung auf der Vollversammlung im Wintersemester, letztlich aber aufgrund der Coronakrise (die 10 fährt momentan gar nicht), ist dies noch nicht erfolgt.

Zur Lage der Endstation der Linie 10 hatten wir uns außerdem in einer Stellungnahme gemeinsam mit dem AK Mobilität bereits im Herbst im Rahmen der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans geäußert. Wir forderten darin, Bushaltestelle mit Bahnstation zu verknüpfen und damit im besten Fall einen multimodalen Umsteigeknoten im Süden Hildesheims zu schaffen, an dem auch andere Buslinien enden sollten, neben der Einrichtung eines P+R-Platzes. Nicht Teil der Stellungnahme, aber ebenfalls wichtig gewesen wäre die dann andere Anbindung an die Domäne, die durch eine Haltestelle an der Beusterstraße hätte erfolgen können. Hinsichtlich der Barrierefreiheit ist die aktuelle Planung da natürlich sinnvoller. Wir können aber hoffen, dass die dargestellten Funktionen sich einfach auf die Bahnstation mit P+R sowie B+R und Bushaltestellen sowie die Domänenwendeschleife als Endhaltestelle für alle Buslinien verteilt – wenn so allerdings immer noch eine direkte Anbindung der Hildesheimer Südstadt, insbesondere Itzum, wo sich nicht nur die Uni, sondern auch viele Wohnheime befinden, an den Bahnhalt fehlen würde. Hier wird die Zukunft Lösungen aufzeigen. Für den Moment freuen wir uns auf die baldige direkte Anbindung des Kulturcampus.

Weitere Informationen und Quellen:

Hier (Link) könnt ihr den Lageplan und weitere Informationen einsehen.

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 20.07.19: Neue Chance für Halt in Marienburg?

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 23.01.20: Bus-Stop plus Radler-Ampel an der Domäne

Achtet beim Besuch der Uni auch gerne auf den kleinen Pressespiegel am AStA-Büro oder den Pressespiegel der Uni bei der Bib.